Seitdem ich hier in München bin, bin ich schon fünf Mal umgezogen. Bei jedem Umzug habe ich immer nur das Nötigste mitgenommen. War ja auch nicht weiter schwierig, da sich mein Hausstand immer auf ein Minimum beschränkte und auf ein Maximum an Klamotten. Das mit den Klamotten war auch relativ schwierig, da meine Kleidergröße jährlich um 2-3 Nummern schwankte. Jedenfalls bin ich doch recht anspruchslos was meine Bleiben angeht. Die erste Zeit wohnte ich bei meiner Schwester, bis der Koller unerträglich wurde. Kurzerhand bin ich ausgezogen worden. Und ich war einige Zeit zur Untermiete bei einer älteren Dame. Naja, dazu gibt es nicht viel zu erzählen. Ich hatte ja nur Klamotten.
Im Anschluss wohnte ich 6 Monate in einem Studentenwohnheim der Alemannen, eine Schlagende Münchner Verbindung. Nur Männer und jede Menge Spaß, die Jungs wussten schon wie man feiert. Da dieser Platz zeitlich beschränkt war und ich nie Studentin, zog ich in mein erstes eigenes Appartement mit wieder Nichts. Hier wohnte ich auch nur knapp ein Jahr um dann mit meinem Ex-Freund zusammen zu ziehen.
Das Bett welches ich bis dahin hatte, habe ich an einen Mann verschenkt der im Aufzug stand. Ich musste das Bett loswerden und ich kannte niemanden der es mir abbaut und es hatte auch niemand Zeit. Die billigen Ikea Möbel hab ich auseinander genommen, Besteck und Geschirr alles weggeschmissen. Den Rest, meine Klamotten zusammen gepackt und ab ins Taxi. Die Wohngemeinschaft mit meinem Ex-Freund war auch nur auf 1 Jahr befristet und in einer Nacht und Nebelaktion hab ich meine Klamotten gepackt und mein jetziges Appartement bezogen.
Dann begann meine Sturm und Drang Phase, in der lebte ich so vor mich hin, fraß mir drei Kleidergrößen mehr an und kümmerte mich um wenig und schon gar nicht um meine Wohnung. Das war dann alles wieder sehr unwohnlich und nicht schön, aber interessiert hat es mich nicht, denn ich war eh nur zum Schlafen daheim.
Jetzt, fast 2,5 Jahre später, ist es ganz anders, wenn ich jetzt ausziehen würde. Ich würde mehr als nur Klamotten mitnehmen. Wenn auch nicht viel mehr, aber ein paar Dinge habe ich doch liebgewonnen. Den Rest würde ich auch wieder entsorgen.
Jeder Umzug war wie ein Befreiungsschlag und ich habe nichts mitgenommen. Das ist was wunderbares. Keine Erinnerungen und immer ein Neuanfang.
Jetzt wünschte ich mir gerade, ich könnte mit allem so abschließen, wie mit allen Umzügen. Einfach die Tür zu machen und eine neue Bleibe beziehen.
Samstag, 25. Juli 2009
Mittwoch, 15. Juli 2009
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